Dienstag, 7. August 2012

Die schönsten Zuschauermails der ARD

Öffentlich-rechtliche TV-Anstalten erhalten heutzutage viele Zuschauermails. Aber bisher sind diese Mails nicht an die Öffentlichkeit weitergegeben worden. Nun hat die ARD hat sich was Nettes einfallen lassen: Die besten und schönsten Zuschauermails wurden nun hervorragend illustriert und hier im Netz veröffentlicht. Welche merkwürdigen und kuriosen aber auch witzigen Zuschauermails täglich die ARD erreichen, solltet ihr euch unbedingt ansehen.

Montag, 6. August 2012

Tatort-Kritik: Aufrüttelnde Reise

Die Tatort-Kommissare Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) haben in ihrem ersten gemeinsamen Fall "Vergeltung" alle Hände voll zu tun: Drei Jugendliche werden in Wien ermordet, jeder von ihnen ein verurteilter Straftäter. Der Serienkiller agiert nach immer dem gleichen Muster: Er bringt die Jugendlichen in derselben Manier um, wie sie selbst ihre Opfer ins Jenseits befördert haben.

"Vergeltung“ ist eine aufrüttelnde Reise durch einen Teil der Gesellschaft, der auf fürchterliche Weise kaputt gegangen ist. Durch empathielose Eltern haben Jugendliche soviel Wut im Bauch, dass sie töten. Der gestrige Tatort zeigt mal wieder ein Abbild von realen Konflikten und wirft die Frage auf, wie viel Erlebnispädagogik bei straffälligen Jugendlichen tatsächlich bringt. Die Stimmung stimmt im Tatort "Vergeltung": Figuren, Handlung und Spannung sind genau aufeinander abgestimmt. Zwar war das Ende zu guter Letzt vorhersehbar, aber auch das Zusammenspiel der beiden Kommissare ist spannend mit anzuschauen. Eisner als der Aufrechte und Bibi als Alkoholikerin. Gegensätzlicher hätte ein Tatort-Duo gar nicht sein können.

Punkte: 8/10

Sonntag, 5. August 2012

Finanz-Abc

Ende Dezember endet mein Volontariat. Ob ich übernommen werde steht noch in den Sternen, aber so langsam denke ich wieder darüber nach was die Zukunft so bringt und ob ich ab Januar das Geld für die Miete aufbringen kann. Da erscheint mir ein Finanz-Abc gerade recht:

A wie Abknöpfen: Bevor es Konten gab, waren Metallknöpfe oft ein beliebtes Anlagekapital. Bei einem Geschäft wurden sie als Zahlungsmittel von den Kleidern abgeschnitten. B wie Bankgeheimnis: In Deutschland gibt es kein gesetzlich geregeltes Bankgeheimnis. Trotzdem weiß keiner, wie viel Geld ich auf meinem Konto habe. C wie Charakter: Geld und Macht machen angeblich rücksichtslos. Ich denke, dass ist wirklich so. D wie Dreisatz: Grundbestandteil jedes Aufnahmeverfahrens für werdende Bankkaufleute. Zum Glück bin Journalistin geworden. E wie Euro: Ob´s den bald noch gibt? F wie Frankfurt am Main: Die deutsche Finanzstadt. Die deutsche Börse hat hier seinen Sitz. G wie Geld im Film: Beispiele gefällig? Slumdog Millionär, Pretty Woman, Wall Street. H wie Haben: Jeder wünscht sich auf seinem Konto immer Haben-Beiträge. I wie Image: In der Eurokrise wäre eine Imagekampagne vielleicht nicht schlecht. Wir warten immer noch drauf. J wie Juwelen: Vielleicht eine gute Anlagemöglichkeit. Juwelen besitze ich aber leider nicht. K wie Kohle: Synonym für Geld. L wie Lebensfähig: Nur mit Geld ist man in der heutigen Gesellschaft lebensfähig. Das behaupte ich jetzt mal ganz frech. M wie Mammon, Maxen und Marie: Drei weitere der 38 vom Duden aufgelisteten Synonyme für Geld. Neben den gewöhnlichen wie Moneten, Asche, Schotter, Kies, Mäuse, Kröten, Glocken, Moos... N wie No-Go: Ein absolutes No-Go bei den Finanzen ist über sein jetziges Gehalt zu reden. Es soll ja keiner wissen, wie reich ich in Wirklichkeit bin. O wie Oma: Immer noch die am weitesten verbreitete, sicherste und rentabelste Quelle für finanzielle Mittel. P wie "Pecunia non olet!": Bedeutet soviel wie "Geld stinkt nicht!". Q wie Quästor: Quästor ist die Amtsbezeichnung für einen Schatzmeister in einem Verein. So einer wäre ich auch gerne. R wie Reich: Wäre das nicht jeder gerne? S wie Sparschwein: Ich habe drei Sparschweine zu Hause stehen. Und ihr? T wie Taschengeld: Heute bekomme ich von meinen Eltern kein Taschengeld mehr. Aber als Kind war das mein erstes Geld. U wie Unentgeltlich: Umsonst gibt´s nix mehr? Doch: Zum Beispiel Kaffeesatz als Blumendünger. V wie Vertrauen: Ist, wenn Omas im Supermarkt der Kassiererin das Portemonnaie hinhalten und sie auffordern, "sich das Richtige rauszusuchen". W wie Wenn: Wenn das Wörtchen Wenn nicht wär, wär ich schon längst Millionär. X wie X-beliebig: Manche Leute nehmen irgendeinen x-beliebigen Job an, um wenigstens an etwas Geld zu kommen. Y wie Yuppie: Akronym für "Young Urban Professional" Oftmals Synonym für Karriere um jeden Preis. Z wie Zaster: Ein letztes Synonym für Geld.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Höher, schneller, weiter

Nach dem Besuch der Landesgartenschau in Löbau, musste auch ein Abstecher zum Gusseisernen Turm in Löbau sein. Der achteckige Turm wurde im Jahr 1854 erbaut. Nach einer Sanierung in den 1990er-Jahren, ließ ich mich heute dazu überreden den Turm zu besteigen. So befand ich mich wenige Sekunden und einen Euro ärmer (Eintritt) später am Treppenansatz wieder. 28 Meter (!) ging es hinauf auf den Turm. Habe ich erwähnt, dass ich Höhenangst habe? Das sind 120 Stufen auf einer kleinen Wendeltreppe bis nach ganz oben. Der Turm besteht aus mehr als 1000 gusseisernen Einzelteilen. Was ist wenn da mal nicht was hält? Aber schließlich hielt er auch vor der Sanierung erstaunliche 140 Jahre. Oben angekommen, konnte ich mehr oder weniger einen wundervollen Ausblick genießen.

Löbau blüht auf

Heute stand ein kurzer Besuch bei der Landesgartenschau in Löbau an. Wusstest ihr, dass auf dem Gelände der jetzigen Gartenausstellung eine alte Zuckerfabrik stand? Nein? In der DDR gab es 47 Zuckerfabriken. Eine davon stand im sächsischen Löbau. Umso interessanter ist diese Revitalisierung eines alten Geländes. So entstand zum Beispiel binnen weniger Wochen auf dem alten Zuckerlager der Fabrik eine Blumenhalle. In den fünf Becken, in denen sich heute die Setzgärten befinden, wurden früher die Zuckerrüben gewaschen. Auf der 20 Hektar großen Fläche ist echt was Schönes geworden. Leider empfinde ich den Eintrittspreis von 13 Euro pro Person als etwas zu hoch bemessen. Denn die Anlage ist in weniger als 5 Stunden komplett abgelaufen und große Highlights sind nicht zu finden. Im Vergleich zu anderen und hochwertigeren Gartenschauen zu teuer. Dafür wurde kein Geld beim Parken verlangt. Immerhin.

Campen in Nachbars Garten

In fremden Gärten campen? Lohnt sich das? Für einen Preis von unter 10 Euro glaube ich, dass dies ein neuer Trend werden könnte. Denn unter dem Netzwerk campinmygarden.com kann sich jetzt quasi jeder in fremde Gärten einmieten. Die Idee kommt aus dem Vereinigten Königreich. Bisher hat sich der Trend auch nur dort herumgesprochen. IM Rest Europas bietet die Webseite noch keine Alternative zu herkömmlichen Campingplätzen. Aber das könnte sich in einigen Wochen/Monaten/Jahren ändern...

Montag, 2. Juli 2012

Für die nicht so kreativen Tage

Sonntag, 1. Juli 2012

Ich bin dann mal weg

In seinem Buch "Ich bin dann mal weg" erzählt der Komiker Hape Kerkeling von seinen Erlebnissen auf dem Jakobsweg im Sommer 2001. Anfangs ist er nicht sicher ob er die Strapazen des 800 Kilometer langen Weges aushält. Während der Pilgerreise hat er jede Menge Zeit und Muße über sich, sein Verhältnis zu Gott und die Dinge des Lebens nachzudenken. Dabei passieren ihm manchmal unglaubliche Dinge...

"Ich bin dann mal weg" ist eine Mischung aus Tagebuch und Reisebericht. Erst einmal finde ich es gut, dass sich Hape Kerkeling nicht zum Helden stilisiert hat, sondern im Buch auch Zweifel, physische und psychische Schwierigkeiten beschreibt. Im Fall einer Pilgerwanderung erwartete ich jedoch auch neue Einsichten oder Anschten, diese sind im Buch nicht besonders tiefgründig. Ich bin zwar nicht reicher an Erfahrungen geworden, dafür umso neugieriger, wie sich solch eine Pilgerreise für mich selbst gestaltet. Zumindest habe ich auch Lust bekommen eine längere Wanderung anzutreten. Vielleicht erst einmal in Deutschland, aber auf jeden Fall will ich diese Wander-Erfahrung auch einmal kennenlernen.
Fazit: Kann ich nur weiterempfehlen.

Ich bin dann mal weg
Hape Kerkeling
Malik Verlag
ISBN: 3890293123

Re:publica _ Tag 3

Wieder ein sehr interessanter Tag. Mit vielen Highlights, aber langsam haben die Sessions an meinen physischen und psychischen Kräften gezerrt. Aber für Eindrücke reicht`s immerhin noch:

Blogvermarktung sinnlos?

Der Tag beginnt mit der Session zum Thema Blogvermarktung. Für mich ein sehr interessantes Themengebiet. Doch die Varianten, die sich für die Blogvermarktung boten, waren in meinen Augen nur recht spärlich. Bannerwerbung? Reicht da überhaupt meine Reichweite? Der Tipp: Flaschensammeln bringt manchmal mehr als Werbung.

Coole Form der Wirtschaftsförderung

Der restliche Tag stand mehr oder weniger unter dem Thema Crowdfunding. Zuerst wurde in einer Session eher theoretisch über die Zukunft des Crowdfundings gesprochen. Fazit: Die Crowdfunding-Szene wird sich weiter ausbauen. Die Experten forderten jedoch, dass diese Form der Wirtschaftsfördeung mehr vermittelt werden sollte und dass durch das Crowdfunding nicht nur Geld fließt, sondern durch die Crowd ein Mehrwert zum Beispiel beim finden von Ideen entstehen kann.

Steffen Seibert im Interview

Bei der nächsten Session habe ich mein Hörvermögen ganz auf den Regierungssprecher Steffen Seibert, der unter @Regsprecher twittert, gelenkt. Den er stand diesmal Rede und Antwort in einem Interview (Video). Dass er wortgewandt ist beweist er nicht nur beim Twittern, sondern auch beim Gespräch auf der Re:publica. 58.000 Follower kann er nachweisen. Der Mann ist einfach klasse!

Viele Sessions habe ich natürlich aufgrund der Zeitüberschneidungen nicht sehen können, aber ich habe mir vorgenommen mich nochmal einigen Themen separat zu widmen. Mal sehen wie viel ich dazu schaffe. Ihr dürft gespannt sein.

Re:publica _ Tag 2

Im Gesamten wieder ein sehr aufschlussreicher Tag. Im Einzelnen hier jetzt ein paar Eindrücke und Meinungen über die Sessions, die ich besucht habe:

Basics auf hohem Niveau

Der zweite Tag beginnt mit einer Präsentation (Video) von Tim Pritlove über Podcasts. Dieser Vortrag ist zwar reletiv auf die Basics getrimmt worden, doch für Neueinsteiger, die sich zum Thema Podcasting informieren wollen, sehr informativ.

Telekom hilft?

Anschließend ging es weiter mit dem Telekom-Experiment "Telekom hilft". Der Saal ist für mich überraschend voll. Viele wollen wissen, was es mit dem Projekt auf sich hat. Alles begann bei der Telekom mit einem Twitteraccount, wo Kundenanfragen auf 140 Zeichen beantwortet werden sollten. Die Reaktionen waren überaus positiv. Hinzu kamen ein Account bei Facebook und schließlich eine eigene Plattform. Ich bin zwar Telekom-Kunde, aber diese Social-Media-Offensive war mir allerdings neu.

ZDF bittet zum Stuhlkreis

Die dritte Session des Tages widmete ich dem ZDF. Mit der Session "Sags dem ZDF" (Video) wollte der Sender seine Zuschauer um mehr Austausch bitten. Dies wurde nicht nur klar durch den Titel kommuniziert, sondern auch so ausgestrahlt. Statt einem langweiligen Vortrag, wurde nach dem Mehrwert von öffentlich-rechtlichen Internetauftritten gefragt und welche Rolle Crossmedia und Social Media spielen. Was bleibt ist der Eindruck, dass das ZDF nah an ihren Zuschauern dran ist. Man fühlt sich als Zuschauer verstanden. Und als Überraschung gabs dann am Ende der Session noch ein Coupon für ein Freigetränk.

Spam war noch nie so schön

Letzte erwähnenswerte Session ist der "Poerty Spam" (Video). Was Sue Reindke, Kaltmamsell, Carolin Buchheim und Maike Hank dort auf die Beine gestellt haben, ist kaum zu Übertreffen. Die Damen haben sich dem Thema Spams gewidmet und Spam-Geschichten auf eine lustige Art und Weise aufbereitet. Mein Fazit: Noch nie war Spam so schön.

Ich freue mich auf Tag 3 der Re:publica.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Re:publica _ Tag 1

Die Re:publica besuche ich nun schon zweiten Mal in Folge. Der Standortwechsel vom Friedrichstadtpalast in die Station - dem alten Berliner Postbahnhof - gefällt mir ganz gut. Und mein Sessionplan war von früh morgens bis spät abends bis aufs Letzte gefüllt.

Bullshit-Bingo bei der Eröffnungsrede

Nachdem die Gründer der Re:publica eine kurze Eröffnungsrede hielten, die mehr einen Vorgeschmack auf die nächsten drei Tage geben sollte, trat der Staatssekretär der Berliner Regierung Christoph von Knobelsdorff auf die Bühne. Was dann folgte war eine politische Rede voller Phrasen. Grund genug für eine Runde Bullshit-Bingo. Gerade als Knobelsdorff Berlin als das europäische Silicion Valley bezeichnete, rief ein Mann in einer hinteren Reihe "Bingo!". Während der Redner leicht verunsichert wirkte, lachte die Netzgemeinde ganz nach meinem Geschmack.

Ernüchternde Kreativität

Die erste Session des Tages "Creative Internet Business: Made in Germany?" hat mich allerdings nicht überzeugt. Während sich im Netz in Sachen Aktivismus immer mehr tut, sieht es mit kreativen Internetgeschäftsmodellen eher mau aus. In der Session wurden meines Erachtens viel zu viele Phrasen verwendet("Deutschland hat Potenzial", "Wir sollten uns auf die Stärken konzentrieren", etc.) und keine wirklichen Inhalte geliefert. Eigentlich schade, ist das Thema doch ein recht spannendes!

Fleißarbeit über den Computeruser

Zwei nette Damen hatten sich die Mühe gemacht den wandelnden Computeruser aus den Jahren 1945 bis 2012 vorzustellen. Durchaus interessante Einblicke in Bezug auf den körperlichen und geistlichen Wandel des Users.

Besser als Medienrechts-Vorlesungen

Udo Vetter schilderte in der nächsten Session die Spielregeln im Netz und gab wichtige medienrechtliche Tipps mitunter auch an guten Praxisbeispielen erklärt. Diesen Mann hätte ich gerne als Dozenten bei meinen Medienrechtsvorlesungen während des Studiums gehabt. Klasse!

Selfpublishing oder klassischer Verlag?


Um diese Frage drehte sich alles bei der nächsten Session "Selfpublishing". Verschiedene Autoren sprachen in einer Diskussionsrunde über ihre Wege einer Buchveröffentlichung - entweder dem Selfpublishing oder über einen Verlag. Zum Fazit: Die Art der Veröffentlichung sollte auf den Autor zugeschnitten sein. SElfpublishing oder klassischer Verlag - beides ist möglich. Was ich interessant fand, war der Hinweis, dass egal welchen Weg man geht, man sich stets um seine Leser und Follower kümmern sollte und muss.

Journalistische Innovationslabore vs. altbackenes Zeug


Bei der Session "Innovationslabore des Journalismus - der Funke springt über" hatten mehrere Sessionbesucher das Gefühl altbackenes Zeug zu hören. Zum einen muss ich der Mehrheit Recht geben. Dass jedoch manche Verleger bzw. Verlage noch radikal hinterher hinken, muss man auf der anderen Seite auch beachten. Sich mit dem Thema weiter zu beschäftigen, halte ich aber für sinnvoll.

Leetspeak und Ragefaces - Ähmmm ja?


Diese zwei Worte lockten mich in die nächste Session "Von Leetspeak und Ragefaces- Die Kultur des Internets". Denn um ehrlich zu sein hatte ich bis dato noch nichts von diesen beiden Begriffen gehört. Jetzt weiß ich, dass Leetspeak eine Art Geheimcode ist, bei dem Buchstaben durch ähnlich aussehende Ziffern ersetzt werden. Und Ragefaces Arten von Comics sind. Vom Rest der Session habe ich allerdings nicht viel verstanden. Insgeheim denke ich auch, dass vieles Gesprochene an den Haaren herbei gezogen wurde. Aber das sagt ein Laie.

Twittern aus dem All

Die vorletzte Session des Tages beschäftigte sich mit der digitalen Öffentlichkeitsarbeit aus dem All. Zwei Astronauten zeigten und erklärten wie sie aus dem All twittern und Soziale Netzwerke betreiben. Mal was anderes.

Last but not least: Sascha Lobo

Der Überraschungsvortrag von Sascha Lobo war dann mein persönlich Highlight des Tages. Der Mann mit dem Irokesenschnitt mag manchmal Witziges und Abwertendes erzählen, und doch steckt in jeder Aussage ein Fünkchen Wahrheit drin. Dieses Mal widmete er sich dem Stand des Internets im Jahr 2012. Während Pinterest und Google Plus auf der Egalheitsskala landeten, Facebook einen enormen Aufschwung erlebt, Twitter beim Abfallen ist und er das für ihn schlechteste Instagram-Foto zeigte forderte er die Internetpeople auf wieder mehr zu Bloggen. "Nur ein Blog gehört wirklich dir. Alles andere ist nur geborgt", erklärt Lobo. Wie wahr! Großartiger Vortrag!

Bin gespannt auf Tag 2 der Re:publica.

Dienstag, 1. Mai 2012

Autobahn des Lebens

Ich bretter über die Autobahn des Lebens. Mein Tacho zeigt um die 230 an. Die Geschwindigkeit und die Kraft - Zeichen meines Strebens. Ich gebe nochmal richtig Gas. Die Abfahrten interessieren mich nicht. Doch dann verschwimmt der Asphalt vor meinen Augen. Ich kralle mich ans Lenkrad fest. Bevor ein Frontalcrash kommt, steige ich auf die Bremse. Nehme die nächste Abfahrt und fahre einige Stationen zurück.

So könnte man die vergangenen Monate beschreiben, in denen ich mich in Zurückhaltung und Achtsamkeit geübt habe. Nun bin ich auf der Landstraße meines Lebens angekommen. Ich freue mich wieder hier zu sein!

Sonntag, 12. Februar 2012

Tatort-Kritik: Zwei hervorragende Familienporträts

Der Tankstellenbesitzer Jure Tomic liegt erschossen in seinem Verkaufsraum. Hauptkommissarin Inga Lürsen und ihr Kollege Stedefreund wissen schnell, dass es sich hier um keinen Raubmord handelt, denn in der Kasse befindet sich ein hoher Geldbetrag. Doch wer ist der Mörder? Im Verdacht steht zunächst eine paranoide Schizophrene, aber auch Familie Tomic verhält sich seltsam... War der Kroate vielleicht doch in krumme Geschäfte verwickelt?

Der heutige Tatort "Ordnung im Lot" hat ein qualitativ hochwertiges Drehbuch - von einigen merkwürdigen Passgen mal abgesehen. (Oder was sollte die Szene mit Lürsens Kaffeefleck?) Die beiden Regisseure des Tatorts Claudia Prietzel und Peter Henning gestalten zwei beeindruckende Familienporträts und zeigen gleichzeitig Lebenswirklichkeiten auf. Zum einen wird eine Familie gezeigt, in der die Mutter paranoid schizophren ist. Inwieweit das Familienleben dadurch beeinflusst wird, zeigt der Tatort sehr authentisch. Ich finde es zudem mutig, so ein Tabu-Thema im Tatort aufzugreifen. Schließlich gibt es in Deutschland 4,5 Millionen psychisch kranke Menschen und vielen von uns scheint diese Welt noch zu fremd. Zum anderen wird der Blick auf die Familie Tomic gegeben. Osteuropäer, die in Deutschland Arbeit gefunden haben, doch das Geld zum Leben nicht für die ganze Familie reicht. Deshalb nutzt der gläubige Tomic die Gelegenheit nachdem er seine Familie auf Reisen geschickt hat, sich selbst einen Auftragskiller zu bestellen. Ein unglaublich überraschender Ausgang für einen Mordfall. Aber auch ein spannender Einblick in die Lebenswelt eines gläubigen Islamisten, der sich für seine Familie "opfert".

Punkte: 9/10

Samstag, 11. Februar 2012

Zahnampel klärt über Säuregehalt von Lebensmitteln auf

Wusstet Ihr, dass es eine "Zahnampel" gibt, die über den Säuregehalt von Lebensmitteln aufklärt? Säuren in Lebensmitteln greifen die Zähne an, zum Beispiel durch Energy Drinks, Wein oder Ananas. Eine interaktive Grafik, wo der User auch noch aktiv werden kann, erklärt und verdeutlicht das Ganze. Zwar ist die Grafik simpel gestaltet, aber sie funktioniert. Und das ist doch die Hauptsache. Nette Idee!

Samstag, 14. Januar 2012

Der C64 lebt

Vor genau 30 Jahren, im August 1982, stellte Commodore den Heimrechner C64 auf der Elektronikmesse CES vor. Der C64 wurde zunächst mit seinen vielen genialen Spielen kinderzimmerfähig, später dann auch salonfähig gemacht. Doch 1994 ging der Hersteller Commodore pleite und stellte die Produktion ein. Der C64 konnte mit den Technik-Neuheiten nicht mehr mithalten. Noch heute gibt es aber Fans, wie mich, die voller Nostalgie ab und an mit dem Kasten spielen. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass eine US-Firma mit dem C64 wieder Geschäfte machen will: Sie hat die Markenrechte für den C64 gekauft und bietet nun im alten Design einen neuen Rechner an, den C64x. An Bord des Retro-Rechners ist unter anderem ein Intel Core i7-Prozessor, ein DVD-Laufwerk, USB Slots.... die heutigen Aufgaben gewachsen sind. Eine kleine Bildergalerie zum C64x, gibt nochmal Einblick ins neue-alte Design.

Sonntag, 8. Januar 2012

Tatort-Kritik: Drama, Baby

Die Grundstimmung des heutigen Tatorts "Keine Polizei" (Drehbuch: Norbert Ehry) ist eher trist. Es wird nicht hell in diesem Tatort und das 90 Minuten lang. An diesem Sonntag stand die Entführungsthematik auf dem Programmplan. Doch eigentlich handelte es sich um zwei Familien am Abgrund.

Der Drehbuch-Autor wollte sich höchstwahrscheinlich beim Schreiben der Story an den authentischen Entführungsfällen Reemtsma und Metzler orientieren. Doch meiner Meinung ist da bei der Tatort-Story so einiges in die Hose gegangen. Der Tatort wollte auf jeden Fall dramatisch wirken. Zwei Familien am Abgrund. Eine Entführung eines Jugendlichen. Ein Ex-Entführter. Doch leider null Punkte an Authentizität. Ehry schafft es in meinen Augen nicht die Kommissare in echter Ermittlungsarbeit zu zeigen. Wie kann es da unter anderem sein, dass Kommissar Ballauf, der den Vater des Entführungsopfers mit allen Mitteln zu einem Geständnis zwingen will, keine Konsequenzen befürchten muss?

Okay, am Ende haben die Kommissare den wahren Täter gefunden. Aber als das frühere Entführungsopfer zum Täter wird, fand ich dies zunächst zwar ganz spannend und dramatisch, aber mir fehlte der Tiefgang. Der Täter war gefunden, der Abspann lief. Ich hätte gerne mehr über die Schuldfrage erfahren. Wurde das einstige Opfer zum Täter, weil es an einem Folge-Traumata litt, spielten nur die Geldsorgen eine Rolle oder, oder , oder?

Im Endeffekt war der Tatort eher mau. Er wollte hoch-dramatisch sein, doch ich vermisse den Tiefgang.

Punkte: 4/10

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Arbeit über Arbeit

Heutige Erkenntnis nach einem arbeitsreichen und langem Tag, die sich quasi von selbst erklärt:

Der erste Arbeitstag nach einem anderthalbwöchigen Urlaub konnte ja eigentlich nur grausam sein.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Über Nacht zu Mrs Clooney


via flaxEblax

Schauspieler George Clooney tritt dieses Mal in einem Werbespot für eine norwegische Bank auf. Es geht um eine Frau, die in einem fremdem Bett aufwacht und scheinbar spontan in der letzten Nacht geheiratet hat. Der Gatte ist Superstar George Clooney. Der Slogan lautet dann: Manche Menschen haben einfach Glück, andere müssen sparen. Den Spot finde ich unterhaltsam umgesetzt. Und wer bitte träumt nicht einmal davon, über Nacht zu Mrs Clooney zu werden?!

Teil 2 des Werbespots könnt Ihr übrigens hier sehen.

Grenzenlos

Das Grenzenlose hat keine Koordinaten.

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