Roman-Trio von Corinne Hofmann
Heute will ich gleich 3 Bücher rezensieren, da ich es jetzt endlich geschafft habe alle drei Bücher einmal zu lesen.
Die weiße Massai
Corinne Hofmann fährt 1987 mit ihrem damaligen Freund Marco nach Mombasa in den Urlaub, wo sie sich dann auf einer Fähre in Lektinga, einem Krieger des Stammes Samburu verliebt. Sie verlässt Marco und kehrt ihrem Heimatland der Schweiz den Rücken um in Afrika als weiße Massai ein neues Leben mit Lektinga zu beginnen.
Zu Beginn kam mir Corinne Hofmann wie ein pubertierender Jugendlicher vor. Wer bricht Hals über Kopf die Kontakte in die Schweiz ab und lebt mit einem Mann aus einer völlig anderen Kultur in einem ihr noch völlig fremden Land zusammen? Der Anfang des Buches hätte meiner Meinung noch etwas in Detail gehen können: Ihre Gedanken, Wünsche und vor allem vielleicht auch ihre Zweifel sollten hier mehr beschrieben werden. Doch dann hat es mich irgendwie ins Buch rein gezogen. Corinne Hofmann beschreibt eindrucksvoll das neue Land und deren Sitten. In einer einfachen Sprache. Im Laufe des Buches beschreibt sie dann ihre Zweifel und auch Misserfolge immer mehr. Es ist ein sehr guter Erfahrungsroman, den ich nur jedem empfehlen kann…
Zurück aus Afrika
Im Oktober 1990 kehrt Corinne Hofmann in die Schweiz zurück. Nicht allein – nämlich mit ihrer Tochter Napirai, die in Afrika geboren wurde. Doch noch immer fühlt sie sich ihrer afrikanischen Familie verbunden.
Das zweite Buch fand ich wieder etwas unspektakulärer. Es war mir von Anfang an klar, dass Corinne Hofmann, sobald sie wieder in die Schweiz zurückkehren sollte, unheimliche Probleme bekommen kann. Und wie sie in ihrem Buch beschreibt war es nicht einfach, wieder in der Schweiz Fuß zu fassen, vor allem auch mit einem Mischlingskind in der damaligen Zeit. Dennoch habe ich das Buch bis zur letzten Seite gelesen und war gespannt auf den dritten Teil.
Wiedersehen in Barsaloi
Corinne Hofmann hatte immer noch den Wunsch, ihre afrikanische Familie noch einmal wieder zu sehen nach ihrer Flucht aus der Samburu-Gemeinschaft. Im Jahr 2004 wagte sie den Schritt der Rückkehr in Begleitung ihres Verlegers und eines Fotografen. Sie will vor allem für ihre Tochter alle Stationen ihres afrikanischen Lebens noch mal abgehen.
Dieses Buch fand ich wieder spannender. Ich glaube, weil es wieder in Afrika Situationen und Begebenheiten beschreibt. Viel hat sich auch hier nach 14 Jahren geändert. Corinne Hoffmann beschreibt wieder eindrucksvoll ihre Erlebnisse. Zu kurz kommen mir allerdings die Ansichten von Napirai und Lektinga. Klar es ist ein Erlebnisroman aus ihrer Sicht, dennoch hätte ich gerne mehr über die beiden und ihre Gedanken erfahren. Ebenfalls die Kapitel, in denen sie bei dem Filmdreh ihrer Lebensgeschichte, mit dabei sein kann, hätte ich raus gelassen. Corinne Hoffmann kam schon mal in den Vorbehalt der Selbstvermarktung. Gerade diese Kapitel stacheln den Leser dazu an, sich den Film anzusehen.
Verfilmung der Weißen Massai
Da ich nun durch das Buch auch neugierig auf den Film war, lieh ich ihn mir aus. Im Jahr 2005 erschien der Film und ich muss sagen ich bin maßlos enttäuscht. Er zeigt zwar alle Stationen Corinne Hofmanns leben und bringt ansatzweise das rüber was Inhalt des Buches war. Aber wenn jemand nur den Film anschaut, versteht er niemals Corinne Hofmanns Entscheidungen, weil darauf nie besonders eingegangen wird. Der Film reduziert ihren Lebensbericht erheblich, schmückt aber an anderen Szenen maßlos aus. Unverständlich. Keine Empfehlung.
Corinne Hofmann
Die weiße Massai
A1 Verlag
ISBN: 3927743925
Zurück aus Afrika
Knaur Verlag
ISBN: 3426779110
Wiedersehen in Barsaloi
Weltbild Verlag
ISBN: 3828986420
Die weiße Massai
Corinne Hofmann fährt 1987 mit ihrem damaligen Freund Marco nach Mombasa in den Urlaub, wo sie sich dann auf einer Fähre in Lektinga, einem Krieger des Stammes Samburu verliebt. Sie verlässt Marco und kehrt ihrem Heimatland der Schweiz den Rücken um in Afrika als weiße Massai ein neues Leben mit Lektinga zu beginnen.
Zu Beginn kam mir Corinne Hofmann wie ein pubertierender Jugendlicher vor. Wer bricht Hals über Kopf die Kontakte in die Schweiz ab und lebt mit einem Mann aus einer völlig anderen Kultur in einem ihr noch völlig fremden Land zusammen? Der Anfang des Buches hätte meiner Meinung noch etwas in Detail gehen können: Ihre Gedanken, Wünsche und vor allem vielleicht auch ihre Zweifel sollten hier mehr beschrieben werden. Doch dann hat es mich irgendwie ins Buch rein gezogen. Corinne Hofmann beschreibt eindrucksvoll das neue Land und deren Sitten. In einer einfachen Sprache. Im Laufe des Buches beschreibt sie dann ihre Zweifel und auch Misserfolge immer mehr. Es ist ein sehr guter Erfahrungsroman, den ich nur jedem empfehlen kann…
Zurück aus Afrika
Im Oktober 1990 kehrt Corinne Hofmann in die Schweiz zurück. Nicht allein – nämlich mit ihrer Tochter Napirai, die in Afrika geboren wurde. Doch noch immer fühlt sie sich ihrer afrikanischen Familie verbunden.
Das zweite Buch fand ich wieder etwas unspektakulärer. Es war mir von Anfang an klar, dass Corinne Hofmann, sobald sie wieder in die Schweiz zurückkehren sollte, unheimliche Probleme bekommen kann. Und wie sie in ihrem Buch beschreibt war es nicht einfach, wieder in der Schweiz Fuß zu fassen, vor allem auch mit einem Mischlingskind in der damaligen Zeit. Dennoch habe ich das Buch bis zur letzten Seite gelesen und war gespannt auf den dritten Teil.
Wiedersehen in Barsaloi
Corinne Hofmann hatte immer noch den Wunsch, ihre afrikanische Familie noch einmal wieder zu sehen nach ihrer Flucht aus der Samburu-Gemeinschaft. Im Jahr 2004 wagte sie den Schritt der Rückkehr in Begleitung ihres Verlegers und eines Fotografen. Sie will vor allem für ihre Tochter alle Stationen ihres afrikanischen Lebens noch mal abgehen.
Dieses Buch fand ich wieder spannender. Ich glaube, weil es wieder in Afrika Situationen und Begebenheiten beschreibt. Viel hat sich auch hier nach 14 Jahren geändert. Corinne Hoffmann beschreibt wieder eindrucksvoll ihre Erlebnisse. Zu kurz kommen mir allerdings die Ansichten von Napirai und Lektinga. Klar es ist ein Erlebnisroman aus ihrer Sicht, dennoch hätte ich gerne mehr über die beiden und ihre Gedanken erfahren. Ebenfalls die Kapitel, in denen sie bei dem Filmdreh ihrer Lebensgeschichte, mit dabei sein kann, hätte ich raus gelassen. Corinne Hoffmann kam schon mal in den Vorbehalt der Selbstvermarktung. Gerade diese Kapitel stacheln den Leser dazu an, sich den Film anzusehen.
Verfilmung der Weißen Massai
Da ich nun durch das Buch auch neugierig auf den Film war, lieh ich ihn mir aus. Im Jahr 2005 erschien der Film und ich muss sagen ich bin maßlos enttäuscht. Er zeigt zwar alle Stationen Corinne Hofmanns leben und bringt ansatzweise das rüber was Inhalt des Buches war. Aber wenn jemand nur den Film anschaut, versteht er niemals Corinne Hofmanns Entscheidungen, weil darauf nie besonders eingegangen wird. Der Film reduziert ihren Lebensbericht erheblich, schmückt aber an anderen Szenen maßlos aus. Unverständlich. Keine Empfehlung.
Corinne Hofmann
Die weiße Massai
A1 Verlag
ISBN: 3927743925
Zurück aus Afrika
Knaur Verlag
ISBN: 3426779110
Wiedersehen in Barsaloi
Weltbild Verlag
ISBN: 3828986420
cynthia - 24. Nov, 13:35






