Die L.A. Tagebücher
Abgewrackte Highway-Kneipe; der versiffte L.A. River; Alkohol; ein Bruder, der sich erschießt; Drogen, ein alter Buik und eine Schwester, die sich dem freien Fall hingibt… wie kurze Schnappschüsse reiht James Brown die Erinnerungen seiner Familiengeschichte aneinander. James Brown, der Autor und Protagonist des Romans, erlebt seinen ersten Vollrausch mit neun. Mit 14 hat er nahezu jede Droge ausprobiert. Mit 30 ist er hochgradig abhängig von Alkohol und Kokain. Nun kämpft James Brown um sein Leben, indem er schreibt um zu überleben….
Brown schildert sein Leben und seine Erlebnisse von der Zeit des aufstrebenden L.A. der 60er Jahre und dem gewalttätigen L.A. der 90 er Jahre. Der Auszug auf dem Buchtitel hat mich überzeugt, dass Buch zu lesen: „Ich warte im Wagen auf meine Mutter, während sie ein paar Meter weiter ein Wohnhaus anzündet.“ Dieser Auszug hat mich unheimlich fasziniert. Was ist das wohl für eine Mutter? Wie reagierte James Brown als kleiner Junge darauf? Der Anfang des Buches war jedoch erst einmal recht schleppend. Erst einmal wirken die Kapitel im ersten Moment wie wild durch einander gewirbelt. Beim weiteren Lesen ergibt sich dann jedoch eine Logik. Dann muss sich der Leser auch erst einmal an die Melancholie und dauerhafte Dramatik in dem Buch gewöhnen. James Brown hat einen erstaunlichen Sinn Dramatiken kurz aneinander zu reihen: Schildert er auf einer halben Seite einen Ehekrach und die Ermordung J. F. Kennedys, das Verhältnis von Hollywood zum Vietnamkrieg, sagt er doch Wesentlicheres und Prägnanteres als in einem Dutzend Büchern gesagt wird. James Brown berichtet auf ungewöhnliche Art vom tragischen Schicksal Süchtiger. Es ist ein schockierend ehrlicher und fesselnder Bericht über eine traumatische Kindheit, die Hölle der Sucht und den qualvollen Weg zurück ins Leben.
Fazit: Brutal, traurig und voller beeindruckender Bilder.
Die L.A. Tagebücher
James Brown
Knaur Verlag
ISBN: 3426777657
Brown schildert sein Leben und seine Erlebnisse von der Zeit des aufstrebenden L.A. der 60er Jahre und dem gewalttätigen L.A. der 90 er Jahre. Der Auszug auf dem Buchtitel hat mich überzeugt, dass Buch zu lesen: „Ich warte im Wagen auf meine Mutter, während sie ein paar Meter weiter ein Wohnhaus anzündet.“ Dieser Auszug hat mich unheimlich fasziniert. Was ist das wohl für eine Mutter? Wie reagierte James Brown als kleiner Junge darauf? Der Anfang des Buches war jedoch erst einmal recht schleppend. Erst einmal wirken die Kapitel im ersten Moment wie wild durch einander gewirbelt. Beim weiteren Lesen ergibt sich dann jedoch eine Logik. Dann muss sich der Leser auch erst einmal an die Melancholie und dauerhafte Dramatik in dem Buch gewöhnen. James Brown hat einen erstaunlichen Sinn Dramatiken kurz aneinander zu reihen: Schildert er auf einer halben Seite einen Ehekrach und die Ermordung J. F. Kennedys, das Verhältnis von Hollywood zum Vietnamkrieg, sagt er doch Wesentlicheres und Prägnanteres als in einem Dutzend Büchern gesagt wird. James Brown berichtet auf ungewöhnliche Art vom tragischen Schicksal Süchtiger. Es ist ein schockierend ehrlicher und fesselnder Bericht über eine traumatische Kindheit, die Hölle der Sucht und den qualvollen Weg zurück ins Leben.
Fazit: Brutal, traurig und voller beeindruckender Bilder.
Die L.A. Tagebücher
James Brown
Knaur Verlag
ISBN: 3426777657
cynthia - 8. Jan, 14:07






