Pennergame
Nachdem ich nun aktive Spielerin beim Stadtgame bin, überlege ich seit einigen Tagen, ob ich auch dem Pennergame beitreten sollte. Pennergame ist ein Browserspiel, bei dem sich die Spieler virtuell in einen Obdachlosen hineinversetzen können. Um in dem Spiel zu überleben, sammelt der Spieler Pfandflaschen oder überfällt Currywurstbuden. Ziel des Spiels, ist es sich hochzuarbeiten bis zum Millionär.
"Du bist ein untalentierter Penner und kannst weder Lesen noch Schreiben. Doch du hast das Ziel endlich reich zu werden." Auf diese Weise wirbt mich pennergame.de für das Onlinespiel an. Das Game haben Marius Follert und Niels Wildung entwickelt. Die beiden 19-Jährigen freuen sich nach einem explosiven Userzulauf nach eigenen Angaben über eine Milliarde Seitenaufrufe und angeblich 600.000 User. Google Trends und der Webinformationsservice Alexa bescheinigen Pennergame ebenfalls ein außergewöhnliches Wachstum. Das Erstaunliche: Die Pennergame-Macher haben den Userzuwachs nicht durch ausgetüftelte Marketingstrategien geschafft, sondern die Userzahl ist ausschließlich über Mundpropaganda im Netz gewachsen.
Wer sich als User bei Pennergame anmeldet, startet zunächst ganz unten als armer Bettler. Das Makabere: Die virtuelle Figur muss als erstes Bier und Wodka besorgen, um den aktuellen Alkoholspiegel zu halten. Um zu überleben, sammelt der Spieler Bierflaschen, klaut, bettelt oder betreibt Glücksspiel. Wenn sich der virtuelle Penner etwas Geld ergaunert hat, kann sich die Figur Weiterbildungen leisten, somit sozial aufsteigen und sich zum Millionär hocharbeiten.
Um meine Entscheidung habe ich verschiedene Meinungen und Reaktionen aus der Netzwelt gesammelt:
Während June Brenner laut ihrem Blog total begeistert von dem neuen Onlinespiel ist und sich sofort angemeldet hat, fragt sich Euphorita in ihrem Blog "Wann hört die Schmerzgrenze auf?" Die Browsergames-News betiteln das Pennergame als "überaus interessantes und gut gelungenes Browserspiel". Robert Basic vom Basic Thinking Blog gesteht sich den großen Hype um das Onlinespiel ein, jedoch bemerkt er: "Brummt, aber wie weiter?" Viele der Kommentare sprechen sich gegen das Onlinespiel aus. Das Media-Blog meint etwas ironisch "endlich kann man mal auf Kosten anderer die Sau raus lassen." Auffallen um jeden Preis denkt sich der Blogger und liefert zum Beweis auch noch den Link zum neuen Pennerverzeichnis PennR.
Was noch auffällig ist: Pennergamer schließen sich in Banden zusammen und gründen eigene Blogs wie die Flaschengammler und Die Roten Penner. Zahlreiche Spieler werben in ihren Blogs auch bereits für Spenden zu Gunsten ihres virtuellen Penners. Spendenangebote überfluten die Google Blog Suche.
Nun bin ich zwar etwas schlauer, als vorher. Doch soll ich mich nun anmelden oder lieber nicht?!
"Du bist ein untalentierter Penner und kannst weder Lesen noch Schreiben. Doch du hast das Ziel endlich reich zu werden." Auf diese Weise wirbt mich pennergame.de für das Onlinespiel an. Das Game haben Marius Follert und Niels Wildung entwickelt. Die beiden 19-Jährigen freuen sich nach einem explosiven Userzulauf nach eigenen Angaben über eine Milliarde Seitenaufrufe und angeblich 600.000 User. Google Trends und der Webinformationsservice Alexa bescheinigen Pennergame ebenfalls ein außergewöhnliches Wachstum. Das Erstaunliche: Die Pennergame-Macher haben den Userzuwachs nicht durch ausgetüftelte Marketingstrategien geschafft, sondern die Userzahl ist ausschließlich über Mundpropaganda im Netz gewachsen.
Wer sich als User bei Pennergame anmeldet, startet zunächst ganz unten als armer Bettler. Das Makabere: Die virtuelle Figur muss als erstes Bier und Wodka besorgen, um den aktuellen Alkoholspiegel zu halten. Um zu überleben, sammelt der Spieler Bierflaschen, klaut, bettelt oder betreibt Glücksspiel. Wenn sich der virtuelle Penner etwas Geld ergaunert hat, kann sich die Figur Weiterbildungen leisten, somit sozial aufsteigen und sich zum Millionär hocharbeiten.
Um meine Entscheidung habe ich verschiedene Meinungen und Reaktionen aus der Netzwelt gesammelt:
Während June Brenner laut ihrem Blog total begeistert von dem neuen Onlinespiel ist und sich sofort angemeldet hat, fragt sich Euphorita in ihrem Blog "Wann hört die Schmerzgrenze auf?" Die Browsergames-News betiteln das Pennergame als "überaus interessantes und gut gelungenes Browserspiel". Robert Basic vom Basic Thinking Blog gesteht sich den großen Hype um das Onlinespiel ein, jedoch bemerkt er: "Brummt, aber wie weiter?" Viele der Kommentare sprechen sich gegen das Onlinespiel aus. Das Media-Blog meint etwas ironisch "endlich kann man mal auf Kosten anderer die Sau raus lassen." Auffallen um jeden Preis denkt sich der Blogger und liefert zum Beweis auch noch den Link zum neuen Pennerverzeichnis PennR.
Was noch auffällig ist: Pennergamer schließen sich in Banden zusammen und gründen eigene Blogs wie die Flaschengammler und Die Roten Penner. Zahlreiche Spieler werben in ihren Blogs auch bereits für Spenden zu Gunsten ihres virtuellen Penners. Spendenangebote überfluten die Google Blog Suche.
Nun bin ich zwar etwas schlauer, als vorher. Doch soll ich mich nun anmelden oder lieber nicht?!
cynthia - 8. Nov, 15:07






