Public Enemies
1933 in der Nähe von Chicago: Der berüchtigte Bankräuber John Dillinger (Johnny Depp) hat gerade mehrere Jahre eingesessen. Jetzt bricht er mithilfe seiner Gang aus. Kaum aus dem Knast raus, stürmt John in die nächsten Banken, räumt sie aus und bleibt sogar bei den Menschen beliebt, da er nur das Geld der Banken raubt, nicht jedoch das der Kunden. Mit dem ergaunterten Geld genießt John das Leben mit großen Atemzügen. Genießt Alkohol, Geld und Frauen und findet in Billie Frechette seine große Liebe, die ihm trotz erzwungener Trennungen die Treue hält. In 13 Monaten wird Dillinger zum Helden der Bevölkerung, weil er in der Zeit der Großen Depression die verhassten Banken bluten lässt. Und zu einer Reizfigur, die die Agenten des FBI und auch die mächtigen Syndikate am liebsten tot sehen würden. Eine bleihaltige Hetzjagd im Asphaltdschungel von Chicago beginnt...
Auf der Grundlage von Bryan Burroughs gleichnamigem Sachbuch über die Kriminalität während der Depressionsjahre, konzentriert sich das Skript auf die letzten 13 Monate Dillingers. Der Stil des Films ist ziemlich eigenwillig. Die Kameraeinstellungen sorgen für einen seltsamen, brachialen aber unmittelbarem Realismus. Johnny Depp als John Dillinger spielt überzeugend und recht stark im Vergleich seines Gegenspielers, dem FBI-Agenten verkörpert von Christian Bale. Dennoch versetzte ich mich mit Begeisterung in die Hetzjagden hinein. Eben ein klassischer Gangster-Film.
Die Schwächen des Films liegen jedoch im inhaltlichen Bereich. Ein Spannungsbogen existiert de facto überhaupt nicht, denn "Public Enemies" ist ein steter Wechsel zwischen Attacke und Flucht. Außerdem lotet Regisseur Michael Mann das Potential der Geschichte nicht tief genug aus. Er entwickelt kein Gespür für die Zeit und die krisengeschüttelte Gesellschaft. Mir fehlen historische Hintergründe, mehr Details zu John Dillinger und den Zusammenhang wie ein skrupelloser Bankräuber in den 30er Jahren zu einer Art Robin Hood aufsteigen kann...
Fazit: "Public Enemies" ist ein durchschnittlicher Gangsterfilm, der jedoch auf eine tiefgehende Darstellung verzichtet.
Auf der Grundlage von Bryan Burroughs gleichnamigem Sachbuch über die Kriminalität während der Depressionsjahre, konzentriert sich das Skript auf die letzten 13 Monate Dillingers. Der Stil des Films ist ziemlich eigenwillig. Die Kameraeinstellungen sorgen für einen seltsamen, brachialen aber unmittelbarem Realismus. Johnny Depp als John Dillinger spielt überzeugend und recht stark im Vergleich seines Gegenspielers, dem FBI-Agenten verkörpert von Christian Bale. Dennoch versetzte ich mich mit Begeisterung in die Hetzjagden hinein. Eben ein klassischer Gangster-Film.
Die Schwächen des Films liegen jedoch im inhaltlichen Bereich. Ein Spannungsbogen existiert de facto überhaupt nicht, denn "Public Enemies" ist ein steter Wechsel zwischen Attacke und Flucht. Außerdem lotet Regisseur Michael Mann das Potential der Geschichte nicht tief genug aus. Er entwickelt kein Gespür für die Zeit und die krisengeschüttelte Gesellschaft. Mir fehlen historische Hintergründe, mehr Details zu John Dillinger und den Zusammenhang wie ein skrupelloser Bankräuber in den 30er Jahren zu einer Art Robin Hood aufsteigen kann...
Fazit: "Public Enemies" ist ein durchschnittlicher Gangsterfilm, der jedoch auf eine tiefgehende Darstellung verzichtet.
cynthia - 16. Sep, 19:47






