Tatort-Kritik: Zwei hervorragende Familienporträts
Der Tankstellenbesitzer Jure Tomic liegt erschossen in seinem Verkaufsraum. Hauptkommissarin Inga Lürsen und ihr Kollege Stedefreund wissen schnell, dass es sich hier um keinen Raubmord handelt, denn in der Kasse befindet sich ein hoher Geldbetrag. Doch wer ist der Mörder? Im Verdacht steht zunächst eine paranoide Schizophrene, aber auch Familie Tomic verhält sich seltsam... War der Kroate vielleicht doch in krumme Geschäfte verwickelt?
Der heutige Tatort "Ordnung im Lot" hat ein qualitativ hochwertiges Drehbuch - von einigen merkwürdigen Passgen mal abgesehen. (Oder was sollte die Szene mit Lürsens Kaffeefleck?) Die beiden Regisseure des Tatorts Claudia Prietzel und Peter Henning gestalten zwei beeindruckende Familienporträts und zeigen gleichzeitig Lebenswirklichkeiten auf. Zum einen wird eine Familie gezeigt, in der die Mutter paranoid schizophren ist. Inwieweit das Familienleben dadurch beeinflusst wird, zeigt der Tatort sehr authentisch. Ich finde es zudem mutig, so ein Tabu-Thema im Tatort aufzugreifen. Schließlich gibt es in Deutschland 4,5 Millionen psychisch kranke Menschen und vielen von uns scheint diese Welt noch zu fremd. Zum anderen wird der Blick auf die Familie Tomic gegeben. Osteuropäer, die in Deutschland Arbeit gefunden haben, doch das Geld zum Leben nicht für die ganze Familie reicht. Deshalb nutzt der gläubige Tomic die Gelegenheit nachdem er seine Familie auf Reisen geschickt hat, sich selbst einen Auftragskiller zu bestellen. Ein unglaublich überraschender Ausgang für einen Mordfall. Aber auch ein spannender Einblick in die Lebenswelt eines gläubigen Islamisten, der sich für seine Familie "opfert".
Punkte: 9/10
Der heutige Tatort "Ordnung im Lot" hat ein qualitativ hochwertiges Drehbuch - von einigen merkwürdigen Passgen mal abgesehen. (Oder was sollte die Szene mit Lürsens Kaffeefleck?) Die beiden Regisseure des Tatorts Claudia Prietzel und Peter Henning gestalten zwei beeindruckende Familienporträts und zeigen gleichzeitig Lebenswirklichkeiten auf. Zum einen wird eine Familie gezeigt, in der die Mutter paranoid schizophren ist. Inwieweit das Familienleben dadurch beeinflusst wird, zeigt der Tatort sehr authentisch. Ich finde es zudem mutig, so ein Tabu-Thema im Tatort aufzugreifen. Schließlich gibt es in Deutschland 4,5 Millionen psychisch kranke Menschen und vielen von uns scheint diese Welt noch zu fremd. Zum anderen wird der Blick auf die Familie Tomic gegeben. Osteuropäer, die in Deutschland Arbeit gefunden haben, doch das Geld zum Leben nicht für die ganze Familie reicht. Deshalb nutzt der gläubige Tomic die Gelegenheit nachdem er seine Familie auf Reisen geschickt hat, sich selbst einen Auftragskiller zu bestellen. Ein unglaublich überraschender Ausgang für einen Mordfall. Aber auch ein spannender Einblick in die Lebenswelt eines gläubigen Islamisten, der sich für seine Familie "opfert".
Punkte: 9/10
cynthia - 12. Feb, 21:59 - Rubrik: Fernsehn







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