Bücherregal
In dem Buch "Die Abrechnung - Ein Neonazi steigt aus" beschreibt Ingo Hasselbach seinen Aufstieg als Nazi, sein Leben im braunen Mob und seinen Ausstieg in Form eines Briefes an seinen Vater. In authentischer Weise schildert Hasselbach Zustände, Vorgehensweisen und Strategien der Nazis. Erstaunt und erschreckend zugleich werden Fakten und Strategien im Nazi-Leben erzählt. Besonders der Fakt, dass vehement Schulungen von Nazis stattfinden war beängstigend. "Die meisten Jugendlichen, die uns ansprachen waren frustriert. Sie hatten keinerlei Zukunftsperspektiven, ich baute sie auf und lobte sie gelegentlich, um ihr Selbstwertgefühl zu heben. Solche Anerkennung machte sie vollkommen abhängig von der Gemeinschaft, die wir "Kameradschaft" nannten. Diese Kameradschaft wird für viele zu einer Art Droge, von der sie nicht mehr lassen können. Da sie außerhalb der Kameradschaft keine Anerkennung bekommen sind sie weitgehend isoliert und es fehlen ihnen andere soziale Kontakte." Das alles wirklich so berechnend abläuft, ist kaum vorstellbar. Auch vor dem eigenen Nachwuchs wird nicht halt gemacht: "Regelmäßig unternimmt er mit seinen Kindern nationalsozialistische Exkursionen in ehemalige Konzentrationslager. Dort erteilt er ihnen seine eigene Art von Geschichtsunterricht. Er leugnet den Holocaust und warnt seine Kinder davor den "Schwindel der Massenvernichtung" zu glauben". Es ist wirklich unglaublich, wie man solche Fakten der Massenvernichtung verleugnen kann. Von den authentischen Berichten fand ich das Buch lesenswert, dennoch empfand ich das Buch im Gesamten nicht als Reißer. Die Story ist meiner Meinung nach am eigentlich Ziel vorbei geschlittert: schlecht geschrieben werden Kapitel für Kapitel falsche Freunde vorgestellt. Wenig erfährt man über seinen Ausstieg, bei dem ich zudem nicht gedacht habe "Mann, der traut sich was!" . Das Buch ist also nur zum Teil zu empfehlen.
Die Abrechnung - Ein Neonazi steigt aus
Ingo Hasselbach
Aufbau Taschenbuch Verlag
ISBN: 3746670365
cynthia - 8. Mai, 17:07
Abgewrackte Highway-Kneipe; der versiffte L.A. River; Alkohol; ein Bruder, der sich erschießt; Drogen, ein alter Buik und eine Schwester, die sich dem freien Fall hingibt… wie kurze Schnappschüsse reiht James Brown die Erinnerungen seiner Familiengeschichte aneinander. James Brown, der Autor und Protagonist des Romans, erlebt seinen ersten Vollrausch mit neun. Mit 14 hat er nahezu jede Droge ausprobiert. Mit 30 ist er hochgradig abhängig von Alkohol und Kokain. Nun kämpft James Brown um sein Leben, indem er schreibt um zu überleben….
Brown schildert sein Leben und seine Erlebnisse von der Zeit des aufstrebenden L.A. der 60er Jahre und dem gewalttätigen L.A. der 90 er Jahre. Der Auszug auf dem Buchtitel hat mich überzeugt, dass Buch zu lesen: „Ich warte im Wagen auf meine Mutter, während sie ein paar Meter weiter ein Wohnhaus anzündet.“ Dieser Auszug hat mich unheimlich fasziniert. Was ist das wohl für eine Mutter? Wie reagierte James Brown als kleiner Junge darauf? Der Anfang des Buches war jedoch erst einmal recht schleppend. Erst einmal wirken die Kapitel im ersten Moment wie wild durch einander gewirbelt. Beim weiteren Lesen ergibt sich dann jedoch eine Logik. Dann muss sich der Leser auch erst einmal an die Melancholie und dauerhafte Dramatik in dem Buch gewöhnen. James Brown hat einen erstaunlichen Sinn Dramatiken kurz aneinander zu reihen: Schildert er auf einer halben Seite einen Ehekrach und die Ermordung J. F. Kennedys, das Verhältnis von Hollywood zum Vietnamkrieg, sagt er doch Wesentlicheres und Prägnanteres als in einem Dutzend Büchern gesagt wird. James Brown berichtet auf ungewöhnliche Art vom tragischen Schicksal Süchtiger. Es ist ein schockierend ehrlicher und fesselnder Bericht über eine traumatische Kindheit, die Hölle der Sucht und den qualvollen Weg zurück ins Leben.
Fazit: Brutal, traurig und voller beeindruckender Bilder.
Die L.A. Tagebücher
James Brown
Knaur Verlag
ISBN: 3426777657
cynthia - 8. Jan, 14:07
Heute will ich gleich 3 Bücher rezensieren, da ich es jetzt endlich geschafft habe alle drei Bücher einmal zu lesen.
Die weiße Massai
Corinne Hofmann fährt 1987 mit ihrem damaligen Freund Marco nach Mombasa in den Urlaub, wo sie sich dann auf einer Fähre in Lektinga, einem Krieger des Stammes Samburu verliebt. Sie verlässt Marco und kehrt ihrem Heimatland der Schweiz den Rücken um in Afrika als weiße Massai ein neues Leben mit Lektinga zu beginnen.
Zu Beginn kam mir Corinne Hofmann wie ein pubertierender Jugendlicher vor. Wer bricht Hals über Kopf die Kontakte in die Schweiz ab und lebt mit einem Mann aus einer völlig anderen Kultur in einem ihr noch völlig fremden Land zusammen? Der Anfang des Buches hätte meiner Meinung noch etwas in Detail gehen können: Ihre Gedanken, Wünsche und vor allem vielleicht auch ihre Zweifel sollten hier mehr beschrieben werden. Doch dann hat es mich irgendwie ins Buch rein gezogen. Corinne Hofmann beschreibt eindrucksvoll das neue Land und deren Sitten. In einer einfachen Sprache. Im Laufe des Buches beschreibt sie dann ihre Zweifel und auch Misserfolge immer mehr. Es ist ein sehr guter Erfahrungsroman, den ich nur jedem empfehlen kann…
Zurück aus Afrika
Im Oktober 1990 kehrt Corinne Hofmann in die Schweiz zurück. Nicht allein – nämlich mit ihrer Tochter Napirai, die in Afrika geboren wurde. Doch noch immer fühlt sie sich ihrer afrikanischen Familie verbunden.
Das zweite Buch fand ich wieder etwas unspektakulärer. Es war mir von Anfang an klar, dass Corinne Hofmann, sobald sie wieder in die Schweiz zurückkehren sollte, unheimliche Probleme bekommen kann. Und wie sie in ihrem Buch beschreibt war es nicht einfach, wieder in der Schweiz Fuß zu fassen, vor allem auch mit einem Mischlingskind in der damaligen Zeit. Dennoch habe ich das Buch bis zur letzten Seite gelesen und war gespannt auf den dritten Teil.
Wiedersehen in Barsaloi
Corinne Hofmann hatte immer noch den Wunsch, ihre afrikanische Familie noch einmal wieder zu sehen nach ihrer Flucht aus der Samburu-Gemeinschaft. Im Jahr 2004 wagte sie den Schritt der Rückkehr in Begleitung ihres Verlegers und eines Fotografen. Sie will vor allem für ihre Tochter alle Stationen ihres afrikanischen Lebens noch mal abgehen.
Dieses Buch fand ich wieder spannender. Ich glaube, weil es wieder in Afrika Situationen und Begebenheiten beschreibt. Viel hat sich auch hier nach 14 Jahren geändert. Corinne Hoffmann beschreibt wieder eindrucksvoll ihre Erlebnisse. Zu kurz kommen mir allerdings die Ansichten von Napirai und Lektinga. Klar es ist ein Erlebnisroman aus ihrer Sicht, dennoch hätte ich gerne mehr über die beiden und ihre Gedanken erfahren. Ebenfalls die Kapitel, in denen sie bei dem Filmdreh ihrer Lebensgeschichte, mit dabei sein kann, hätte ich raus gelassen. Corinne Hoffmann kam schon mal in den Vorbehalt der Selbstvermarktung. Gerade diese Kapitel stacheln den Leser dazu an, sich den Film anzusehen.
Verfilmung der Weißen Massai
Da ich nun durch das Buch auch neugierig auf den Film war, lieh ich ihn mir aus. Im Jahr 2005 erschien der Film und ich muss sagen ich bin maßlos enttäuscht. Er zeigt zwar alle Stationen Corinne Hofmanns leben und bringt ansatzweise das rüber was Inhalt des Buches war. Aber wenn jemand nur den Film anschaut, versteht er niemals Corinne Hofmanns Entscheidungen, weil darauf nie besonders eingegangen wird. Der Film reduziert ihren Lebensbericht erheblich, schmückt aber an anderen Szenen maßlos aus. Unverständlich. Keine Empfehlung.
Corinne Hofmann
Die weiße Massai
A1 Verlag
ISBN: 3927743925
Zurück aus Afrika
Knaur Verlag
ISBN: 3426779110
Wiedersehen in Barsaloi
Weltbild Verlag
ISBN: 3828986420
cynthia - 24. Nov, 13:35
Josy, die 12-jährige Tochter des Star-Psychologen Viktor Larenz verschwindet spurlos. Vier Jahre danach: das Rätsel ist immer noch nicht gelöst. Viktor, mittlerweile designiert, zieht sich zurück auf die Insel Parkum um Ruhe zu finden. Doch dann taucht eine Frau auf, die behauptet schizophren zu sein und ein Mädchen beschreibt, was Josy ziemlich ähnlich ist. Viktor nimmt seine Arbeit wieder auf und beginnt eine Therapie mit der psychisch Kranken um mehr über Josy zu erfahren. Ist sie wirklich tot? Wer ist ihr Mörder? Eine grausame Therapie beginnt...
Es ist der erste Roman von Sebastian Fitzek und er ist irrsinnig gut gelungen. Spannend geschrieben, eine ausgeklügelte und intelligente Story. Dieser Psychothriller lässt einen einfach nicht mehr los. Fitzek lässt seinen Leser von einem Kapitel ins nächste wanckeln, immer mit der Ungewissenheit was die Wahrheit ist. Das Ende ist kaum vorhersehbar, selbst für geübte Thrillerfreunde.
Fazit: Achterbahnfahrt erster Güte
Ich bin will jetzt jedenfalls noch mehr von Sebastian Fitzek lesen.
Die Therapie
Sebstian Fitzek
Droemer/Knaur Verlag
ISBN: 3426633094
cynthia - 9. Nov, 11:43
Waris Dirie ist Nomadin. Doch das Leben als Nomadin ist hart: Mit fünf Jahren wurde Waris beschnitten. Als sie schließlich verheiratet werden sollte, flieht Waris aus Somalia. Sie lässt ihre Familie und Freunde zurück. Ihre Flucht führt sie nach England, wo sie mit 18 als Model entdeckt wird. Nun beginnt für sie ein ganz anderes Leben. Jedoch immer im Ungewissen ob ihre Familie noch lebt...
Der Klassiker "Wüstenblume" ist eine bewegende, persönliche Auseinadersetzung einer Frau mit ihrem Leben zwischen zwei Kulturen. In ihrem Lebenswerk beschreibt Waris Dirie sehr gut die Traditionen ihres Heimatlandes, die mitunter menschenverachtend und grausam sind. Den Mut, den sie aufbrachte, sich gegen ihre Familie und ihr Heimatland zu stellen, erzeugt bei mir großen Respekt. Mit der Veröffentlichung dieses Buches, was mitunter keine leichte Kost ist, da es tragische und grausame Sitten beschreibt, hat vielen Menschen die Augen geöffnet.
Fazit: Erschütternd, aber sehr lesenswert!
Wüstenblume
Waris Dirie
Droemer/Knaur Verlag
ISBN: 3426779781
cynthia - 24. Sep, 10:00
Jonas ist seit kurzem wieder Single. Silvester eine schöne junge Frau küssen. Das begehrt er. Jetzt sucht Jonas im Internet bei einer Partnerbörse nach der Richtigen.
Ein sehr mageres Buch über Lebensplanung. Die Geschichte ist zwar zeitgemäß und mit witzigen Passagen bestückt, jedoch hat das Buch für mich keinerlei Sinn oder Resultat am Ende. Auf die Lebensplanung und Partnerwahl weiß selbst Erstlings-Autor Sascha Webver keine richtige Antwort.
Fazit: Einfach nur dahinerzählen, bringt überhaupt nichts.
Liebe im Vierzigsten Jahr
Sascha Weber
Piper Verlag
ISBN: 3492271103
cynthia - 21. Sep, 11:57
Die zurückgezogene Elizabeth ist 35 und zieht den 6-jährigen Neffen ihrer alkoholkranken Schwester auf. Eines Tages stellt Luke Elizabeth seinen neuen unsichtbaren Freund Ivan vor. Elizabeth ist verzweifelt, dass ihr Neffe Personen sieht, die gar nicht da sind. Doch dann sieht auch sie Ivan. Er bringt wieder Spaß und Lebensfreude in das Leben von Elizabeth und dann verlieben sich beide…
Mit ihrem dritten Roman "Zwischen Himmel und Liebe", hat Cecelia Ahern es meiner Meinung nach geschafft, ähnlich wie bei den anderen beiden Bestsellern eine wundervolle Liebesgeschichte zu erschaffen, die einfach ein bisschen anders ist. Die Charaktere sind wirklich schön ausgearbeitet, besonders der Erzählstil hat mir wieder besonders gefallen. Die Sicht von Ivan beschreibt schon ziemlich viel, aber die Sicht von Elizabeth vervollständigt die Story. Die Handlung ging mir wirklich nah.
Außergewöhnlich ist nicht nur der Schreibstil, sondern die Idee für solch einen Roman. Cecila Ahern hat wirklich viel Kreativität und das gewisse Händchen außergewöhnliche Geschichten auf das Papier zu bringen. Besonders die Botschaft ihres Romans ist bemerkenswert. Ich freue mich schon auf den vierten Roman.
Fazit: Mädels, unbedingt lesen!
Zwischen Himmel und Liebe
Cecila Ahern
Krüger Verlag
ISBN: 3810501425
cynthia - 7. Sep, 13:36
Simon Peters steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Seit seine Freundin ihn verlassen hat, steht er irgendwie neben sich. Er versucht alles um bei den Frauen zu landen. Doch sowohl die Verusche im Club-Urlaub als auch die im Kölner Tag- und Nacht-Leben scheitern. Und dann gibt es da noch seine Traumfrau, die als Thresenkraft im Starbucks steht. Gelingt es Simon endlich eine Freundin zu finden?
Wie in den meisten Single-Romanen geht es auch bei Vollidiot darum, einem egozentrischen Helden ein paar Dinge über ihn selbst näher zubringen. Tommy Jaud schreibt temporeich und direkt über die katastrophalen Spiralen im Leben, durch die man sich am Ende doch wieder nach oben fressen kann. Unterhaltsam ist das Buch aber durch seine Sprache. Mit Wortwitz und einer vielfachen Situationskomik aus dem alltäglichen Leben, gelingt es Jaud den Leser in seinen Bann zu ziehen. Für einige mag das Buch etwas platt daher kommen, aber in meinen Augen ist es unverschämt unterhaltsam.
Fazit: Nicht nur was für Vollidioten.
Vollidiot
Tommy Jaud
Fischer Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3-596-17751-6
cynthia - 16. Aug, 11:21
Die 16-jährige Deborah Blau flüchtet aufgrund von familiären und sozialen Problemen in eine Parallelwelt. In ihrer Parallelwelt spricht sie mit ihren Freunden, einigen selbsterschaffenen Göttern, sogar eine eigene geheime Sprache. Weder ihre Familie noch ihr weiteres Umfeld kann damit umgehen und so wird Deborah in eine geschlossene Abteillung einer Psychatrie eingewiesen. Die Diagnose Schizophrenie. Zum Glück arbeitet in der Psychatrie eine junge Ärztin, die Sich Deborah annimmt und versucht sie behutsam in die Realtität zurückzuholen...
Hannah Green beschreibt in diesem Buch ihren eigenen Lebensweg. Der Leser erfährt in diesem, doch auch schon sehr altem Buch aus dem Jahr 1962, viel über den Umgang der Kranken untereinander, den Zusammenhalt und die Furcht und die Hilflosigkeit der Außenwelt. Ich finde den Roman sehr gut geschrieben, obwohl es schon eine Weile dauert sich in den doch schwierigen Schreibstil hineinzulesen. Auch die schizophrenen Gespräche von Deborah, wenn sie mit "ihren Göttern" spricht sind manchmal schwierig aufzufassen. Hannah Green will mit ihrem Roman Botschaften vermitteln: Schreit, wenn ihr das Gefühl habt, schreien zu müssen. Lauft wenn ihr laufen wollt. ... Denn zu oft unterdrücken wir Gefühle und Bedürfnisse, weil es eventuell quer zum gesllschaftlichen Leben stünde. Sie gibt sowohl Betroffenen Kraft ihre Krankheit in der Gesellschaft zu überwinden, aber auch anderen Menschen Kraft die Barrieren der Gessellschaft gegenüber Schizophren-Kranken abzubauen. Auch ich konnte mich aus persönlicher Teilbefangenheit sehr gut in dieses Buch hineinversetzen. Solche Bücher sollten öfters geschrieben werden. Hannah Green hatte den Mut und ich danke ihr, dass ich ihre Lebensgeschichte lesen konnte.
Fazit: Keine leichte Kost, aber absolut lesenswert.
Ich hab dir nie einen Rosengarten versprochen
Hannah Green
Weltbild Verlag
ISBN: 389350981X
cynthia - 30. Jun, 18:47
21. Jahrhundert: Mende Nazar ist eine junge Nubafrau aus Afrika. Ihre Kindheit verbringt sie glücklich und im Kreise ihrer Familie in den Nubabergen. Bis eines Nachts Araber das Nubadorf überfallen und Menschen töten oder sie ihrer Familie entreißen. Mende wird nach Khartoum verschleppt und als Sklavin verkauft. Fortan muss sie harte Arbeit verrichten, Demütigungen, Schläge und Erniedrigungen ertragen. Nach jahrelanger Sklavenexistenz wird sie nach London zu der sudanesischen Botschaftsfamilie geschickt. Hier durfte sie noch nicht einmal einen Schritt nach draußen wagen…
Das Buch ist sehr schön gegliedert und beginnt mit der Kindheit bei den Nuba, ein Stamm im Sudan. Mende führt dort ein glückliches Leben inmitten ihrer Eltern und zahlreichen Geschwistern. Für mich hat sich dieser Teil des Buches etwas hinausgezogen, dennoch hat es mir einen sehr guten Einblick in Mendes heile Welt geliefert.
Aber auch die Schilderung ihrer Sklaverei war sehr aufschlussreich. Zwar sind einige Passagen wirklich traurig und erschreckend, aber nur so kommt solch ein menschenverachtendes Schicksal auch einmal an die Öffentlichkeit. Ich hätte nicht gedacht, dass Sklaverei im 21. Jahrhundert noch so präsent ist und vor allem in Europa. Auch dieses wahre Menschenschicksal hat mir wieder meine Augen für die Realität geöffnet.
Fazit: Es ist eine packende Geschichte. Traurig, aber wahr!
Sklavin – Gefangen, Geflohen, Verfolgt
Mende Nazar
Droemer/Knauer Verlag
ISBN: 3426625415
cynthia - 11. Apr, 20:11